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Die Suche nach Sinn

Aktualisiert: 3. Feb.

Es ist aktuell ein großes Thema. Einerseits durch die vielen Krisen, die in den letzten Jahren zusammengekommen sind und ein Gefühl von großer Unsicherheit hinterlassen. Aber auch seitens vieler Firmen in ihrer Rolle als Arbeitgeber: sie stellen den Versuch an, Mitarbeiterbindung über die Sinnfrage herzustellen. Zudem sollen Leistungsfähigkeit, Motivation, Selbständigkeit und am besten auch noch die Kreativität der Einzelnen gesteigert werden.


Sinnhaftigkeit scheint Dreh- und Angelpunkt zu sein, wenn es um mentale Gesundheit, Erfolg, innere Zufriedenheit geht. Die/ der eine oder andere macht sich also auf die Suche – und gerät wahrscheinlich in einen Irrgarten. Denn sinnvolle Beschäftigungen, nach denen ich mein ganzes Leben ausrichten könnte, gibt es wie Sand am Meer. Aber erstens hat mein Tag nur 24 Stunden und zweitens würde mich bei weitem nicht jede dieser Tätigkeiten zufrieden stimmen. Gut, wäre es so einfach, wäre es auch kein so großes Thema und es gäbe auch nicht all die Gurus, die scheinbar die Lösung für jeden parat haben.


Wenn also der Weg raus in die Welt in einem Labyrinth voller Möglichkeiten endet, gehen wir vielleicht erst einmal in die andere Richtung und schauen in uns hinein.

Was ist dir ganz persönlich wichtig?

Welche Schätze in Form von Erfahrungen, erlernten Fähigkeiten und Eigenschaften haben sich im Laufe deines Lebens in den Hosentaschen angesammelt?


Zwei Kinder lesen eine Schatzkarte

Welche davon möchtest du beruflich einbringen, welche lieber privat (nur weil du dies oder jenes ganz hervorragend kannst, musst du es ja nicht zwingend zum Job machen wollen!)?

Und welche Bedürfnisse gibt es dann noch, die kongruent erfüllt werden sollten?


Wer das für sich herausfinden möchte, geht – zugegeben - auf eine anstrengende Reise (naja, eher ein Kurztrip. Ein Tagesausflug). Anstrengend, weil die Auseinandersetzung mit sich selbst immer anstrengend ist. Und mit diesen Erkenntnissen sollte es dann raus in die Welt gehen.

 

„Die Tür zum Glück geht nach außen auf.“ Søren Kierkegaard

 

Denn nun hast du einen Kompass in der Hand, der dich durch das Labyrinth führt. Der muss nicht weiter und weiter justiert und geupgradet werden, bis er zum Einsatz kommt. Auf geht’s!


Klingt das für dich sinnvoll?

 


Solch eine kleine Reise lohnt sich nicht nur persönlich, sondern selbstverständlich auch für Unternehmen. Wer über ein klares Selbstverständnis verfügt, überzeugt. Es ist nie verkehrt, den Sinn eines Unternehmens zu hinterfragen und klar, die Mitarbeiter*innen müssen eingebunden werden. Aber was nicht außer Acht gelassen werden darf, sind, Überraschung: die Mitarbeiter*innen.

Das liest sich jetzt verwirrend? Ja, sollte es auch! Denn es ist schlicht verwirrend, wenn Firmen Weiterbildungen, Events oder ähnliches veranstalten, um den Mitarbeiter*innen den sog. Purpose zu vermitteln und gleichzeitig deren Lebenswelt unberücksichtigt lassen. Sinn lässt sich nun mal nicht „überstülpen“.

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